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Kommunale Entwicklungszusammenarbeit (KEZ)
Unter den Begriff der Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit (KEZ) wird eine Vielzahl von Initiativen und Aktivitäten gefasst, die sich auf die Zusammenarbeit von kommunalen Akteuren zugunsten der Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern beziehen.
Die SEZ definiert in ihrer Arbeit KEZ als Unterstützung von Projektarbeit in Entwicklungsländern und Eine-Welt-Arbeit in Baden-Württemberg durch in Kommunen lebende Menschen und Gruppen sowie durch kommunale Einrichtungen. Die SEZ unterscheidet die allgemeine KEZ von der KEZ auf Verwaltungsebene.
Allgemeine KEZ
Allgemeine KEZ umfasst das Engagement von Bürgern, Privatwirtschaft, Stadt- bzw. Gemeinderäten und Verwaltungsmitarbeitern in Städten und Gemeinden für eine nachhaltige Entwicklung im Norden und im Süden unserer Einen Welt. Das kann individuell sowie in Form von informellen und formellen Zusammenschlüssen erfolgen. Beispiele sind das private Engagement eines Vereins in der Zusammenarbeit mit einem Partner in einem Entwicklungsland, die Initiierung einer Partnerschaft eines baden-württembergischen Krankenhauses mit einem Krankenhaus in Burundi oder die Entscheidung eines Bürgermeisters für den Einkauf von fair gehandeltem Kaffee für das Rathaus.
KEZ auf Verwaltungsebene
Die KEZ auf Verwaltungsebene bezieht sich explizit auf den Aufbau formaler Beziehungen zwischen kommunalen Entscheidungsträgern bzw. Gremien wie Bürgermeister, Verwaltung, Gemeinderat aus Industrieländern und Entwicklungsländern. Diese Beziehungen beruhen auf einem Partnerschaftsvertrag, der durch eine Partnerschaftsurkunde formalisiert wird.
Handlungsfelder in und durch Kommunen
Akteure der KEZ sind die in den Kommunen lebenden Menschen. Die Möglichkeiten, sich für die Eine Welt in der Kommune einzusetzen, sind daher so vielfältig wie die Akteure. Es gibt jedoch vier große Handlungsfelder, in die sich die Aktivitäten bündeln lassen:
- Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit
- Partnerschaften
- Kommunale Verwaltung
- Faires Beschaffungswesen in Kommunen, kirchlichen Einrichtungen und Unternehmen
- Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Letzte Aktualisierung: 11.02.2013Seite drucken | nach oben









