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FAIR HANDELN 2015 Internationale Messe für Fair Trade und global verantwortungsvolles Handeln

Vom 9. bis 12. April 2015 fand die siebte FAIR HANDELN statt. Sie ist die älteste und bedeutendste Fach- und Verbrauchermesse für Fair Trade und global verantwortungsvolles Handeln. Jährlich präsentieren sich über 150 internationale Aussteller in den Bereichen Fairer Handel, Nachhaltige Geldanlagen, Nachhaltiger Tourismus, Entwicklungszusammenarbeit und Corporate Social Responsibility (CSR). Neben den Ausstellerständen gab es an allen vier Messetagen ein buntes Rahmenprogramm, das sowohl Fachbesucher als auch die breite Öffentlichkeit ansprach.

Die FAIR HANDELN ist eine Verkaufs- und Informationsplattform für die Branche, Medien, Entscheidungsträger und Verbraucher. Sie stellt vielfältige Aktionsmöglichkeiten und Wirkungsfelder vor, die über den klassischen Fairen Handel hinausgehen. Als Kontaktbörse ist sie der ideale Treffpunkt für Austausch und Vernetzung mit Multiplikatoren und möglichen Partnern sowie für eine attraktive Präsentation entwicklungspolitischer Informationen, Kampagnen und Projektarbeit.

Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) veranstaltet die FAIR HANDELN gemeinsam mit der Landesmesse Stuttgart im Rahmen der Frühjahrsmessen. Die SEZ ist hierbei fachlicher und ideeller Träger der Messeveranstaltung.

Leitmesse für den Fairen Handel

Die jährlich stattfindende  FAIR HANDELN bietet Fachbesuchern und Verbrauchern die gesamte Produktpalette des Fairen Handels, vom klassischen Food-Bereich über öko-faire Bekleidung und Accessoires, Heimtextilien und Textilkunst, Kunsthandwerk, Dekoration, Blumen und Lederwaren bis hin zu Musikinstrumenten.

Die Messe ist Branchentreff für Produzenten, Importeure, Einzelhändler, Verantwortliche im Beschaffungswesen bei Unternehmen und Kommunen wie auch Entscheidungsträger aus Politik und Gesellschaft.

Die FAIR HANDELN unterscheidet sich von allen anderen existierenden Messen in den Bereichen Fairer Handel und Nachhaltigkeit durch strenge Zulassungskriterien. Darüber hinaus müssen Zertifizierungen oder Mitgliedschaften nachgewiesen werden (z. B. TransFair, WFTO, GOTS, FWF, CSR Tourism Certified, Global Compact). Die präsentierten Produkte und Dienstleistungen müssen einen Bezug zu Entwicklungs- oder Schwellenländern haben.

Der Faire Handel ist der Kern der FAIR HANDELN, die aus den ersten bundesweiten Fair Handelsmessen der SEZ in Stuttgart hervorgegangen ist.

Die FAIR HANDELN ist die älteste und bedeutendste Messe der Branche.

Erfolgsgeschichte der FAIR HANDELN

Foto: SEZ

Die von der SEZ veranstalteten Fair Handelsmessen der Jahre 2005 und 2006 in Stuttgart informierten als erste bundesweite Messen über die breite Palette fairer Waren und erschlossen neue Absatzmärkte im Fairen Handel. Als Branchentreff und Kommunikationsplattform führt die FAIR HANDELN seit 2009 diesen Erfolg mit einem erweiterten Konzept auf der Messe Stuttgart fort.

Hochkarätiges und informatives Rahmenprogramm

Die FAIR HANDELN steht neben dem Ausstellungsbereich für ein umfangreiches und hochkarätiges Rahmenprogramm zu globalen Themen wie Gerechtigkeit,
Nachhaltigkeit und Verantwortung. Eröffnet wurde die FAIR HANDELN von  Peter
Friedrich, Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten des Landes Baden-Württemberg sowie von Rudi Dalvai, dem Präsident der World Fair Trade Organization (WFTO) mit Sitz in den Niederlanden.

Einen Überblick über gesamte Rahmenprogramm finden Sie hier.

Fachtag am Donnerstag

Am Fachtag der FAIR HANDELN boten Veranstaltungen zu den Themen „Glaubwürdigkeit absichern – neue Entwicklungen für Importeure und Weltläden“ oder „Zukunft mitgestalten – die Fairtrade-Strategie 2020“  den Fachleuten des Fairen Handels Plattformen für Information und Austausch. Für Verbraucher spannend waren die täglichen Fair Fashion Shows auf der Weltbühne, Vorträge wie „Ist fair drin, wo fair draufsteht?“ oder die Themenreihe „Macht des Konsumenten“.

Verantwortliches Handeln in der Wirtschaft wurde durch das
Fachgespräch unter dem Titel „Verpackung und Transport von Lebensmitteln in
Entwicklungsländern“ im Rahmen des Entwicklungspolitischen Unternehmensdialogs oder den Vortrag „Mikrofinanz in Indien – Wunderwaffe
oder Teufelszeug?“ aufgegriffen.

Fachtag für Kommunen und Kinder- und Jugendtag am Freitag

Am Fachtag für Kommunen ging es um die Vielfalt des entwicklungspolitischen Engagements auf lokaler Ebene: Dabei standen die faire
Beschaffung, die Kampagne Fairtrade Towns und das Thema Flucht und Migration in Bezug auf kommunales Handeln im Zentrum des Interesses. Ergänzt wurde dies thematisch durch den missio-Truck „Menschen auf der Flucht“ in der Messehalle.


Speziell für Kinder- und Jugendliche gab es verschiedene Workshops, eine Infobörse zu freiwilligem Engagement im In- und Ausland, Informationen zur Kampagne Fairtrade-Schools in Baden-Württemberg mit der Auszeichnung einer Stuttgarter Schule und die Stuttgarter Künstler „Gorbunov & Kienzler mit Slam-Poetry und Kabarett für unsere Eine Welt.

Familientage am Samstag und Sonntag

Die Familientage hielten besonders verbraucherorientierte Themen bereit wie Vorträge zur Kennzeichnung von fair gehandelten Lebensmitteln, faire Computermäuse, einem Repair-Café zu Elektrokleingeräten oder einem Puppentheater für die Kleinsten.

Hinzu kamen die Angebote auf dem Welt:Marktplatz wie die Informations- und
Bildungsinitiative „Expedition N“, dem Erlebnismobil: „Drei Minuten blind“ der
Christoffel-Blindenmission oder die täglichen Kaffeeröstungen mit aktuellen
Informationen zum Partnerschaftskaffee aus Burundi am Stand der SEZ. Besonders hervorzuheben sind auch die Gäste aus dem Süden. Aus Afrika kamen neben der Delegation aus dem Partnerland Burundi das Hope Theatre aus Nairobi.

Am Samstagabend fand mit „Africa Moves“ ein kultureller Abend mit Gesprächen und Musik von „Hif & Afro Soleil“, Künstlern aus Ghana, Gambia, dem Kongo und Senegal statt. Mit dabei war auch der Hollywood-Schauspieler Götz Otto in seiner Funktion als Botschafter für das Projekt „Amref Health Africa, der zusammen mit dem Hope Theatre und Flüchtlingen aus Eritrea mit afrikanischem Beat und politischen Szenen die Messehalle rockte.

Zum dritten Mal fand die entwicklungspolitische Landeskonferenz „Welt:Bürger
gefragt!“ mit Landesminister Peter Friedrich statt. Sie stand in diesem Jahr unter dem Motto „Europäisches Jahr der Entwicklung 2015 –
Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“. Dabei wurde die weitere Gestaltung der Entwicklungspolitik des Landes mit Workshops zur Bürgerbeteiligung thematisiert.

Impressionen von der FAIR HANDELN 2015

Einblicke in die FAIR HANDELN

 

 

Letzte Aktualisierung:  17.04.2015Seite drucken | nach oben

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